Kaum Wasser, keine Chemikalien

Warum ausgerechnet Etiketten aus Gras? Diese Frage wird häufig gestellt. Dabei gibt es etliche Gründe, bei der Papierherstellung auf den nachwachsenden Rohstoff zurückzugreifen. Ein ganz entscheidender Grund ist die umweltschonende Aufbereitung der Naturfasern, die ohne den Einsatz von chemischen Zusatzstoffen und einem deutlich geringeren Wasserverbrauch auskommt. Durch das Produktionsverfahren werden wertvolle Ressourcen geschont; unsere Umwelt wird deutlich weniger belastet. Und ganz nebenbei werden bei der Herstellung bis zu 75 Prozent der CO2-Emissionen eingespart. Wie kann das sein?

Aufbereitung der Zellfasern funktioniert rein mechanisch

Um zu verstehen, warum der Produktionsprozess von Graspapier so umweltschonend ist, muss man zunächst verstehen, wie ressourcenintensiv das herkömmliche Papier mittels Holzfasern hergestellt wird. Damit das Holz überhaupt zu Frischfasern aufbereitet werden kann, muss darin das sogenannte Lignin entfernt werden. Lignin ist ein Biopolymer – eine Art Kleber, der dem Holz seine Festigkeit gibt, damit der Baum überhaupt in der Lage ist, nach oben zu wachsen. Je nach Baumart bestehen zwischen 55 und 60 Prozent des Holzes aus solchen Substanzen. Um aus dem harten Holz nun den weichen Zellstoff herzustellen, benötigt man viele Chemikalien, Wasser und Energie.

Sinkender Energieverbrauch und weniger CO2-Emission

Der Rohstoff Gras wächst hingegen flach und enthält kaum Lignin. Dementsprechend leicht ist er zu verarbeiten: Das zu Heu getrocknete Gras wird per Luft gereinigt, zu kleinen Fasern zugeschnitten und gemahlen. Anschließend wird das verarbeitete Material zu Pellets gepresst, um besser transportiert und gelagert werden zu können. Das komplette Verfahren reduziert den Einsatz von Wasser von durchschnittlich 6000 Liter auf zwei Liter pro Tonne Faserstoff. Chemische Stoffe sind für die mechanische Aufbereitung des Grases überhaupt nicht notwendig. Gleichzeitig sinkt der Energieverbrauch von etwa 6000 Kilowattstunden je Tonne auf unter 150 Kilowattstunden. Insgesamt wird bei der Produktion des Grasfaserstoffs so bis zu 75 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu Zellstoff aus Holz emittiert.

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